06.10.17 14:05

Gesucht und gefunden: Dr. Debasish Saha

Dr. Debasish Saha hat eines der begehrten Alexander von Humboldt-Stipendien erhalten um am Institut für Experimentelle Physik der kondensierten Materie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät zusammen mit Prof. Dr. Stefan Egelhaaf in den nächsten zwei Jahren Suchstrategien zu untersuchen.

Prof. Dr. Egelhaaf und Dr. Saha

Dr. Debasish Saha hat bereits in seiner Promotion in Indien wichtige Beiträge zur Physik von Nichtgleichgewichtsprozessen geleistet und wird diese Kenntnisse jetzt an der Heinrich-Heine-Universität auf Suchprozesse anwenden. Er wird sich damit beschäftigen, mit welchen Suchstrategien bestimmte Orte oder Objekte schnell und effizient gefunden werden können und wie dies von der vorhandenen Information über diese Orte und Objekte abhängt.

Suchen ist in der Natur und unserem täglichen Leben allgegenwärtig. Tiere suchen Nahrung in ihrem Lebensraum, Proteine „suchen" andere Zellbestandteile und wir suchen oft unsere Brille, einen Parkplatz oder eine undichte Stelle im Dach.

Während seines Stipendiums wird Dr. Saha verschiedene Situationen in der Gruppe von Prof. Dr. Stefan Egelhaaf experimentell nachstellen, aber auch zusammen mit der Gruppe von Prof. Dr. Hartmut Löwen auf dem Computer simulieren. Dazu benutzt er kolloidale, etwa mikrometergroße Teilchen in einer Flüssigkeit, die sich durch die thermische Bewegung zufällig bewegen und mit einem Lichtmikroskop beobachtet werden können. Durch geeignete, möglichst kleine, eventuell nur zeitweise oder periodisch angewandte Eingriffe werden diese zufälligen Bewegungen von außen so beeinflusst, dass die Suche möglichst effizient verläuft. Dadurch können Suchstrategien detailliert untersucht und gezielt optimiert werden.

Dr. Saha über seine Arbeit an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät: „Ich freue mich, hier eine ideale Umgebung gefunden zu haben um mein Projekt durchzuführen. Dies ermöglicht mir an der vordersten Forschungsfront ganz wesentlich zum wissenschaftlichen Fortschritt in einer aktuellen und sehr spannenden Frage beizutragen." Und Prof. Egelhaaf ergänzt. „Debasish kontaktierte mich mit dem Wunsch, das Projekt in meiner Gruppe durchführen zu dürfen, so dass ich nicht einmal einen geeigneten Mitarbeiter suchen musste, was sehr schwierig sein kann. Ich bin sehr glücklich, mit einem so talentierten und motivierten Postdoc an einem so wichtigen Forschungsthema zusammenzuarbeiten."

In diesem Fall ist die Suchstrategie aufgegangen.

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenDr. Katrin Henze